Benediktus - Theresia Verlag AG

Geschichte und Bedeutung der Benediktusmedaille Im Jahre 1880 ließ der Erzabt von Monte Cassino aus Anlaß des 1400-jährigen Jubiläums der Geburt des Hl. Benedikt eine Erinnerungsmedaille prägen. Die Medaille hat sich besonders hilfreich für Sterbende erwiesen. Die heutige Benediktusmedaille geht auf diese Jubiläumsmedaille zurück. Das gläubige Tragen einer Medaille beschert uns große Gnaden. Nicht umsonst ist die Aufforderung der Muttergottes an die Hl. Katharina Labouré ergangen, daß sie eine Medaille prägen lassen soll. Medaillen und Münzen haben eine große Gemeinsamkeit: Beide sind aus dem gleichen Material geprägt: Nickel, Neusilber, Messing, Tombak, Silber oder Gold, etc. Außerdem sind Medaillen dauerhaft. Auf der Benediktusmedaille sind viele Buchstaben angebracht. Sie alle haben eine besondere Bedeutung. Auf der Vorderseite der Medaille ist mittig der Hl. Benedikt dargestellt, wie er in der rechten Hand ein kleines Kreuz, in der linken ein Buch trägt. Rechts und links vom Heiligen sind ist zu lesen: CRUX S. PATRIS BENEDICTI (= Kreuz des Hl. Vaters Benedikt). Die andere Seite hat in der Mitte ein größeres Kreuz und eine Anzahl Buchstaben, deren jeder ein lateinisches Wort anzeigt. In ihrer Verbindung geben alle diese Worte den Zweck und die Bedeutung der Medaille kund: Sie soll die Beziehung des Hl. Benedikt zum Zeichen des Heils ausdrücken und auch den Gläubigen ein Mittel bieten, die Kraft des heiligen Kreuzes gegen die bösen Geister in Anwendung zu bringen. Auf dem vier Feldern, in welch die Medaille durch den Stamm und den Querbalken geteilt ist, stehen die Buchstaben CSPB. Sie bedeuten wiederum: CRUX SANCTI PATRIS BENEDICTI (= Kreuz des Hl. Vaters Benedikt). Auf dem Stamm des Kreuzes liest man von oben nach unten CSSML, das heißt: CRUX SACRA SIT MIHI LUX (= Das Hl. Kreuz sei mein Licht). Auf dem Querbalken des Kreuzes von links nach rechts gelesen NDSMD, das heißt: NON DRACO SIT MIHI DUX (= Der Drache sei mein Führer nicht). Rings um das Kreuz steht eine längere Umschrift, die oben in der Mitte mit dem Namenszug Jesu (IHS = IHSUS = Jesus auf Hebräisch) oder mit dem Wort PAX (= Friede) beginnt. Dann folgen nach rechts herum gelesen VRSNSMV – SMQLIVB, das heißt: SATANA, NUMQUAM SUADE MIHI VANA – SUNT MALA QUÆ LIBAS, IPSE VENENA BIBAS (= Weiche zurück Satan; nie verlocke mich zum Eitlen; Übel sind es, die du bietest, trinke selbst das Gift hinein). Von diesen Worten der Umschrift wird angenommen, daß sie vom heiligen Benedikt selbst stammen, wenigstens dem Sinn nach. Die ersteren beziehen sich auf die Versuchung, die er als junger Einsiedler in der Grotte von Subiaco empfand und die er durch das Hl. Kreuzzeichen besiegte; die anderen auf den Versuch, ihn zu vergiften, der ebenfalls durch das Hl. Kreuzzeichen zunichte gemacht wurde.

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